Unsere eigenen Fahrzeuge - 4 Jahrzehnte VW

Wir haben Alben durchforstet, gescannt und sortiert. Hier die Fahrzeuge, die voll im Familien-, Renn- und Arbeitsalltag ihren Dienst verrichten durften, dürfen und dürfen werden.

 


"Oben ohne", oder das erste Cabrio

Das VW Käfer Cabriolet wurde ungefähr 1976 gebraucht gekauft. Zuerst verrichtete ein frisierter Typ 1-Motor seinen Dienst, ganz im Zeichen der Familientradition, da Gerd Kummetat zu der Zeit noch mehr mit dem Hause Decker (TDE) zu tun hatte. Nach dem Typ 1 kam ein Typ 4, aber nicht irgendeiner, sondern gleich ein 2,4l-Triebwerk. Leider "schluckte" es auch gleich mal 6 Keilriemen auf den ersten 13.000km. Das Riechert-Gebläsesystem war in dieser frühen Version nicht für solche Leistungen ausgelegt.

Auf dem bekannten englischen VW Action wurde es sogar prämiert. "Best Dashboard" hieß die Auszeichnung, kling ein wenig nach verwegenem Umbau.


Das zweite Cabrio

Der zweite "Oben-Ohne"-Käfer wurde Ende der Siebziger angeschafft. Damals wurde er gebraucht in Essen erstanden und wie sollte es anders sein? Blieb er serienmäßig? Nein, der Motor wurde quasi nach der Heimfahrt aus Essen sofort ausgebaut, um Platz für etwas anderes zu machen.


Unsere 413

In den Saisons von 1979-1984 gewann unser 1302 drei Mal den Hot Rod Titel. Nicht durch 1.Plätze, sondern durch Kontinuität, denn unser Motor hielt über die Renndistanzen ohne Probleme und konnte somit Lauf um Lauf Punkte sammeln, während dominantere Fahrzeuge öfter ausfielen. Der 2l Typ 4 hatte für die damalige Zeit beachtliche 150PS und konnte mitsamt dem Fahrer Manfred Leuner (...übrigens der Bruder unserer Bürokraft Gitti) reichlich gute Platzierungen einfahren und einen ganzen Schwung Pokale holen. Was sagt man da? Aaaach, die gute, alte Zeit!


Der zinngraue Käfer

Die Ähnlichkeit zum späteren Vollstrecker ist unverkennbar, ist der Baustil doch sehr ähnlich. Dieses Fahrzeug wurde Anfang der Achtziger für den Alltag und die Rennstrecke genutzt, wie man hier gut sieht.


Der Familien-Typ 3

300.000km mit dem gleichen Typ 4. Welcher Typ 4-Fahrzeugbesitzer kann so eine Laufleistung überhaupt noch nachweisen? Der zinngraue Typ 3 war das 5.Familienmitglied und fest im Alltag integriert. Jeder Urlaub, jedes Käfertreffen, jede Betriebsfahrt hat er durchgestanden. Schaut selbst!


Der Vollstrecker

Erst Straßenfahrzeug, immer zugelassen, dann zum "Kurzstrecken"-Rennwagen avanciert. Das Prachtstück ist auch nach Jahrzehnten immernoch voller Charme und zeigt die rasante Entwicklung im Typ 4-Motorenbau, wie kein anderes Fahrzeug. Bewegt wurde der schnelle Krabbler hauptsächlich von Frank Hollenbeck, der einerseits eine enorme Reaktionszeit hatte, andererseits ein besseres Lesitungsgewicht von Hause aus mitbrachte. Der Vollstrecker war im Public Racing immer eine Macht!


Der Pinky @work

Telemagenta heißt hier das Zauberwort. Dazu nehme man ein nagelneues, werkseitig gekauftes Häuschen, ein Schräglenkerchassis, ein paar Zutaten aus den umliegenden Regalen und fertig! Naja, fertig ist er immer noch nicht. Geplant ist die Fertigstellung unseres Fahrzeugs nicht in absehbarer Zeit. Vielleicht aber auch doch nicht mehr so lang. Das hier zu sehende Triebwerk ist bereits wieder verkauft und neue Teile liegen bereit. Evolutionsstufen, ohne praktische Fahrzeit. Wir werden euch auf dem Laufenden halten!


Familienbrezel @work

"Die ewige Baustelle!", "...ob er jemals fertig wird?", "Ach, der steht ja immer noch so in der Halle..." - Ihr kennt es: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.


Ja, er steht immer noch an der gleichen Stelle in der Halle. 2,5l Typ 4 - moderat aufbebaut - ein Fahrzeug voller Ideen, blechtechnisch durchdachter Raffinessen, technisch ein Leckerbissen. Leider hapert es an der Fertigstellung, also an der Zeit zur Fertigstellung. Niemand nimmt sich freiwillig der Brezel an und so fristet er ein trauriges, eingestaubtes Dasein. Schade, aber wir werden auch hierfür irgendwann die Zeit über haben. Oder?


Weitere Projekte

Oh, wo sollen wir da anfangen? Da hätten wir allen voran mal Andreas Kummetats "Privatsammlung". Mittlerweile nennt er seine langjährige Straßenkarre, einen 96'er 1.8l Mexikaner, dann ein 74'er 1303 Cabriolet, einen 74'er US-Karmann, einen szeneweit bekannten 74'er 2.6l Typ 4 Karmann und noch eine weitere Baustelle sein Eigen.

Solide hingegen ist Cornelia Kummetat, die sich, ganz der Familientradition entsprechend einen luftgekühlten Westfalia-T3-Bus geschnappt hat.

Egon Dietzel ist langjähriger Porsche-Fahrer. Sein 911 Turbo, der 1988 vom Band lief, ist nach wie vor in exzellentem Zustand, genauso wie sein 2,5l Typ 4 1200er und sein Typ 3. Eigentlich fährt er aber nur noch Fahrrad.

Manuel Ratschs Besitztümer sind mannigfaltig. Neben einem Dodge-Truck mit Viper-Motorisierung, diversen Motorrädern und einem Audi V8 besitzt er auch noch einen eisblauen 1200er, der geistig schon mehrfach fertig gestellt war und wieder verworfen wurde. Außerdem fristet hier noch ein Typ 3 Kurzschnauzer sein trauriges, zerlegtes Dasein, allerdings nicht mehr in seinem Besitz.

Oliver Knuf hatte das Glück, ein ehemalig von seinem Vater restauriertes Objekt zu erstehen. Der in der Recklinghäuser Szene gefüchtete 1953er Ragtop-Oval hatte vorher einen 2,2l Typ 1 Turbo-Motor, der im Straßenbetrieb nicht viele Gegner auf dem gleichen Level hatte. Oliver restauriert ihn zeit-genössischer, aber im Stile seines verstorbenen Vaters. Nebenbei hat er noch ein paar alte Blech-Motorroller und BMX-Räder, die ebenfalls sein Faible sind.

 

Wer bleibt da noch? Keiner mehr, mit luftgekühltem Kulturgut! Schade!